Neuauflage: Qualitative Inhaltsanalyse

von Tamara Reisdorf, 17.04.2014

Endlich ist es soweit!

Anfang des Jahres ist die 2. Auflage des Lehrbuches „Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung” von Udo Kuckartz im Juventa Beltz Verlag erschienen!

Auch in der 2. komplett überarbeiteten Auflage bietet dieses Lehrbuch einen strukturierten und verständlichen Ein- und Überblick über die qualitative Inhaltsanalyse, einem der am häufigsten angewandten Verfahren zur Analyse qualitativer Daten, wie beispielsweise qualitative Interviews, Gruppendiskussionen oder Feldnotizen.

Neben einem kurzen Einblick in die geschichtliche Entwicklung der qualitativen Inhaltsanalyse, werden die wichtigsten Grundbegriffe erläutert und der Ablauf einer qualitativen Inhaltsanalyse anhand der Phasen des inhaltsanalytischen Auswertungsprozesses dargestellt. Zudem werden drei Basismethoden der qualitativen Inhaltsanalyse, die inhaltlich-strukturierende, die evaluative und die typenbildende qualitative Inhaltsanalyse, nachvollziehbar und vor allem anwendungsbezogen erklärt.

Daran anschließend widmet sich das Buch dem Thema der computergestützten Auswertung qualitativer Daten durch die Verwendung von QDA Software (wie bspw. MAXQDA). Hierbei werden Aspekte wie die Transkription oder die Möglichkeiten des Einsatzes von QDA Software bei den im Buch beschriebenen Basismethoden erklärt.

Das Lehrbuch kann als praktisches, anwendungsbezogenes und disziplinübergreifendes Grundlagenwerk im Bereich der qualitativen Inhaltsanalyse gesehen werden. Als solches ist es sehr gut geeignet, die Leser_innen in allen Phasen eines inhaltsanalytischen Forschungsvorhabens zu begleiten und zu unterstützen und bietet durch seine klare Sprache und Struktur, sowie zahlreiche Grafiken und Beispiele eine verlässliche Orientierung bei der selbstständigen Planung und Durchführung von Forschungsprojekten.

Wir wünschen viel Spaß beim lesen und Forschen!

Hier geht es zum Beltz Verlag, wo auch das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe zu finden sind!

Hier kann das Buch auch bei Amazon bestellt werden

(Autorin: Anna Christophel)

Neuerscheinung: Qualitative Text Analysis

von Tamara Reisdorf, 08.02.2014

Ganz neu ist das englische Buch „Qualitative Text Analysis. A Guide to Methods, Practice & Using Software“ von Prof. Dr. Udo Kuckartz erschienen.

Es widmet sich der Analyse von qualitativen Daten in den sieben ausführlichen Kapiteln:

  • Analysing Qualitative Data – But How?
  • The Building Blocks of Systematic Qualitative Text Analysis
  • Basic Concepts and the Process of Qualitative Text Analysis
  • Three Basic Methods of Qualitative Text Analysis
  • Qualitative Text Analysis using Computer Assistance
  • Quality Standards, Research Report and Documentation
  • Concluding Remarks

Die drei in dem Buch beschriebenen Methoden der qualitativen Text Analyse („thematic text analysis/ evaluative text analysis/ type-building text analysis“) sollen gerade Studierenden und Forscher_innen ansprechen, die sich mit der systematischen Analyse von Texten befassen.

Insgesamt biete das Werk einen exzellenten Überblick über die Thematik und eignet sich besonders dafür die oft vorhandene Unsicherheit in Bezug auf qualitative Daten abzubauen.

Hier kann das Buch bei Amazon erworben werden!

CAQD-Tagung bald in Berlin

von Tamara Reisdorf, 23.01.2014

Auch in diesem Frühjahr findet wieder die CAQD-Tagung (Computergestützte Analyse Qualitativer Daten) statt. Am 6. & 7. März laden wir, die Marburger Arbeitsgruppe für Methoden und Evaluation, inzwischen zum 16. Mal dazu ein.

Statt wie gewohnt in Marburg, wird die Tagung dieses Mal in Berlin stattfinden, sodass die Teilnehmer_innen auch die Möglichkeit haben, die Hauptstadt zu erkunden.

Es werden diverse Workshops auf Deutsch, Englisch und Spanisch angeboten. Auch der direkte Kontakt zu den MAXQDA-Entwicklern stellt einen festen Bestandteil der Tagung dar. Zudem bietet die Tagung die Möglichkeit zum Networking mit professionellen Forscher_innen und MAXQDA-Anwender_innen aus der ganzen Welt.

Das umfangreiche Tagungsprogramm beinhaltet u.a. Workshops zur Kategorienbildung und Analyse von qualitativen Daten mit MAXQDA. Des Weiteren wird es zwei Keynotes von Prof. Dr. Udo Kuckartz und Ph. D. Clarence Gravlee geben. In den Userforen können Anwender konkrete Fragen besprechen und es besteht die Möglichkeit, die eigene Arbeit im Rahmen einer Postersession zu präsentieren.

Alle weiteren Informationen (wie z.B. zur Anmeldung, zu den Konditionen und Übernachtungsmöglichkeiten) können direkt auf der CAQD-Homepage nachgelesen werden.

Wir freuen uns möglichst viele von Ihnen dort begrüßen zu können!

Statistik. Eine verständliche Einführung. 2.Auflage

von Tamara Reisdorf, 05.12.2013

Es ist so weit: die zweite Auflage unseres Statistikbuches ist erschienen!

In 11 Kapiteln gibt das forschungsorientierte und anwenderfreundliche Buch eine verständliche Einführung in die statistische Datenanalyse. Es bietet für sowohl für Studierende, Lehrende und Promovierende der Erziehungs- und Sozialwissenschaften als auch für Evaluierende und Interessierte einen umfassenden Einblick in die sozialwissenschaftliche Statistik.

Die Themen umfassen:

  • Basismethoden der Deskriptiv- und Inferenzstatistik
  • Wichtige Techniken der grafischen Darstellung
  • Grundzüge komplexer Verfahren
  • Outputs von SPSS und MYSTAT lesen
  • Resultate statistischer Analysen interpretieren
  • Ergebnisse von Forschungsprojekten verstehen

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Udo Kuckartz, Stefan Rädiker, Thomas Ebert, Julia Schehl:
Statistik. Eine verständliche Einführung. 2.aktualisierte Auflage
313 Seiten, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Preis: 17,99 Euro (auch als eBook erhältlich)

Das Buch bei Amazon

Das Buch im Verlag

Neuerscheinung: Evaluation von Weiterbildungsprozessen (von Stefan Rädiker )

von Tamara Reisdorf, 12.11.2013

Die heutige Buchempfehlung bezieht sich auf das Buch „Evaluation von Weiterbildungsprozessen. Status quo, Herausforderungen, Kompetenzanforderungen“ von Stefan Rädiker, das vor kurzem erschienen ist.

Es handelt sich um ein Werk, welches den Status quo der Evaluationspraxis darstellt. Dieses geschieht auf Grundlage einer umfangreichen Studie von Organisationen, die das „Modell der Lernerorientierten Qualitätstestierung“ (LQW) verwenden. Dazu werden zuerst Grundlagen der Evaluation dargestellt sowie ein Überblick über die Evaluation in der Weiterbildung gegeben. Daran schließt sich die Vorstellung des LQW-Modells und das methodische Vorgehen der durchgeführten Studie an. Nachdem der Status quo mit Hilfe der durchgeführten Studie aufgezeigt wurde, beschäftigt sich Stefan Rädiker auch mit den Herausforderungen der Evaluationspraxis, denen die Evaluationspraktiker_innen tagtäglich in ihrer Arbeit gegenüberstehen. Auf der Grundlage der Studienergebnisse wird abschließend ein Anforderungsprofil für Evaluierende in der Weiterbildung entwickelt.

Zusammenfassend widmet sich das Buch auf mehreren Ebenen der Evaluation von Bildungsprozessen in Weiterbildungsorganisationen. Stefan Rädiker liefert dadurch ein Kompetenzprofil, das für Fortbildungskonzepte, für die Personalentwicklung und auch für die Entwicklung von Lehrplänen verwendet werden kann.

Das Buch eignet sich:

  • für Studierende, die theoretisches Hintergrundwissen zur Evaluation in der Weiterbildung suchen,
  • für Praktiker_innen in der Weiterbildung, die Reflexionshilfen und Hinweise für die Evaluation ihrer Bildungsarbeit suchen sowie
  • für Personen, die Fortbildungskonzepte

Inhaltsübersicht :

  1. Grundlagen der Evaluation
  2. Evaluation in der Weiterbildung
  3. Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW)
  4. Der Status quo der Evaluationspraxis
  5. Herausforderungen in der Evaluationspraxis
  6. Schlussfolgerungen: Ein Anforderungsprofil für Evaluierende in Weiterbildungsorganisationen

P.S.: Das Werk wurde mit dem Nachwuchspreis 2013 der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval ) ausgezeichnet.


Systematische Fehler bei Umfragen

von Tamara Reisdorf, 08.10.2013

Gerade nach der Bundestagswahl am 22.09. diesen Jahres und den vorangegangen Meinungsforschungen, Prognosen und Wahlumfragen rücken systematische Fehler bei Umfragen in das Blickfeld der interessierten Menschen. Sogenannte systematische Fehler sind Fehler, die immer wieder auftreten – -unabhängig von der Messanzahl. In diesem Zusammenhang wird häufig der Vorwurf laut, dass Meinungsforschungsinstitute bei ihren Umfragen parteiisch seien und bestimmte Parteien systematisch bevorzugen bzw. benachteiligen würden.  Ein Artikel der „Zeit Online“ von Gregor Aisch vom 22. September 2013 beschäftigt sich genau mit dieser Thematik.

Im Folgenden werden mögliche Ursachen für das Auftreten von systematischen Fehlern bei den Wahlumfragen vorgestellt:

  1. Das Forschungsinstitut kann eine Definition des repräsentativen Wähler-Querschnitts als Grundlage für seine Arbeit haben, die von der tatsächlichen Grundgesamtheit aller  WählerInnen abweicht, weil bspw. kleine Gruppen nicht ausreichend bei der Stichprobenziehung bedacht werden.  So kann es zu einer Verzerrung bei der Auswahl der befragten Personen kommen. Durch kleine Stichprobengrößen, die die Meinungsforschungsinstitute aus Effizienzgründen wählen, kann es daher zu Abweichungen von mehreren Prozentpunkten kommen.
  2. Auch spielen die Formulierung der Meinungsumfragen, sowie der Kontext, in dem die Frage gestellt wird, eine ausschlaggebende Rolle. Es macht bspw. einen Unterschied, ob man bei der Sonntagsfrage aus den gängigen fünf bis sieben Parteien oder allen 35 an der Wahl teilnehmenden Parteien auswählen soll/kann.
  3. Um Zufallsabweichungen zu korrigieren, die auftreten können, wenn nur eine verhältnismäßig kleine Stichprobe gezogen wird, werden Heurisitiken und Algorithmen zur Bereinigung verwendet, was ebenfalls zu einem Auftreten von systematischen Fehlern führen kann.

In der Praxis heißt das nun konkret: Wenn die Umfragehistorie von diversen Forschungsinstituten betrachtet wird, zeigen sich systematische Fehler. So stellt Aisch bspw. fest, dass  die Wählerstimmen der SPD in den Umfragen des Forschungsinstituts Forsa um durchschnittlich zwei Prozent geringer eingeschätzt werden, als bei den anderen Instituten. Auch bei der Forschungsgruppe Wahlen zeichnet Aisch eine ähnliche Auffälligkeit nach. Hier wurden traditionelle Parteien wie CDU und SPD überproportional gut eingeschätzt. Wohingegen kleine Parteien systematisch schlechter abschnitten.

Die Ergebnisse zeigen, dass Wahlprognosen und Umfragen vielleicht doch nicht so verlässlich repräsentativ sind, wie  man es erwarten würde. Daher sollte man sich immer solcher systematischer Fehler bewusst sein und repräsentativen Wahlprognosen nicht zu viel Gewicht beimessen. Letztendlich entscheidet das Ergebnis am Wahltag. Zudem sollte man sich grundsätzlich in Bezug auf die eigene Forschung und die anderer bewusst werden, wie wichtig die Definition der Grundgesamtheit ist, wenn man repräsentative Ergebnisse erzielen möchte. Diese Definition besagt, dass die Grundgesamtheit die Menge von Einheiten oder Personen bezeichnet, über die man etwas aussagen möchte. Um eine repräsentative Aussage über die Grundgesamtheit treffen zu können, müssen alle Einheiten per Zufall die gleiche Chance haben in die Stichprobe aufgenommen zu werden.

Erste Ergebnisse der Marburger Studierenden Umfrage

von Tamara Reisdorf, 27.08.2013

Wie leben die Studierenden in Marburg? Wie viel Geld haben Sie im Monat eigentlich zur Verfügung und wie zufrieden sind sie überhaupt mit ihrer neuen Wahlheimat?
All diese Fragen und noch einige mehr werden durch die Marburger Studierenden Umfrage beantwortet.

Im Rahmen des Seminars „Einführung in die empirische Pädagogik und ihre Methoden“ im Bachelorstudiengang „Erziehungs- und Bildungswissenschaft“ wurde von den Studierenden ein Fragebogen konzipiert, der einen Überblick über die aktuelle Situation der Marburger Studierenden liefern soll. Der Schwerpunkt des Fragebogens lag dabei auf den Themen „Lebensqualität“ und „Nachhaltigkeit“.

Anfang des Jahres waren insgesamt 1444 Studierende bereit sich an der Umfrage zu beteiligen und uns somit einen Einblick in ihre Lebenssituation zu gewähren.

Die Auswertung der Daten ist in Arbeit, allerdings möchten wir an dieser Stelle schon einmal erste Informationen liefern.

Als Studierender steht man in der Regel noch nicht gänzlich auf den eigenen Beinen, sondern ist auf die finanzielle Unterstützung anderer angewiesen. Wer die hauptsächlichen Finanziers der Studierenden sind lässt sich nachstehender Abbildung entnehmen.

Interessiert hat uns in diesem Zusammenhang auch, wie viel Geld den Studierenden im Monat insgesamt zur Verfügung steht. Ein Überblick kann in der nachfolgenden Grafik gewonnen werden.

Die Marburger Studierenden Umfrage hält noch weitere interessante Ergebnisse bereit (so wissen wir beispielsweise schon, dass Männer mehr Geld für das Essen ausgeben als Frauen), die an dieser Stelle demnächst veröffentlicht werden.

(Verfasst von Mailin Gunkel)

Der Nutzen von statistischen Analysen für die Pädagogik

von Tamara Reisdorf, 05.06.2013

Viele Studierende des Bereichs Pädagogik schrecken vor der sozialwissenschaftlichen Statistik zurück, die in der Regel Teil des universitären Bachelor-Studiums ist. Nicht immer gelingt es auf Anhieb, den Studierenden den Nutzen dieses Stoffes deutlich zu machen. Seit mehreren Jahren fragen wir daher unsere Studierenden des Studiengangs “Erziehungs- und Bildungswissenschaft” zu Beginn der Veranstaltung “Einführung in die sozialwissenschaftliche Statistik” worin der Nutzen von statistischen Analysen für die Pädagogik besteht. Die jeweils etwa 120 Studierenden notieren sich zunächst alleine, welchen Nutzen sie der Statistik beimessen, ergänzen ihre Antworten anschließend in Zweiergruppen und halten die Ergebnisse schriftlich fest.
Die Antworten sind jedes Mal sehr vielfältig und geben ein breites Bild davon ab, welchen Nutzen die Statistik erbringen kann. In diesem Semester haben wir die Antworten exemplarisch für zwei Jahrgänge inhaltsanalytisch (Kuckartz, 2012) mit MAXQDA ausgewertet und die Ergebnisse systematisch in Kategorien aufbereitet.

Die folgende Übersicht präsentiert die induktiv gebildeten Kategorien mit den am häufigsten genannten Unterkategorien:

Praxis (insgesamt 156 Nennungen)

  • Evaluation, Qualitätssicherung und Optimierung (67)
  • Konzept- und Methodenentwicklung (23)
  • Bedarfsermittlung und mögliche Änderungen (15)

Gesellschaft und Politik (124)

  • Aufzeigen von Entwicklungen und Trends (37)
  • Erkennen von Missständen und  möglichen Verbesserungen (15)
  • Legitimation von Vorgehensweisen und Finanzierung (13)
  • Erhebung des Ist-Zustandes (13)

Theorie (67)

  • Reflexion und Überprüfung von Theorien (31)
  • Erkennen neuer Zusammenhänge und Theorien (25)

Bereitstellung, Aufarbeitung und Präsentation von Daten (89)

  • Ermöglichen von Vergleichen (27)
  • Auswertung und Interpretation von Daten (19)

Evidenzbasierung und Profesionalisierung (50)

  • Wissenschaftlichkeit, Objektivität (14)
  • Evidenzbasierung (12)
  • Argumentationsgrundlage (9)

Man könnte zwar annehmen, dass Studierenden an einer Universität den Nutzen der Statistik besonders in der Unterstützung von Wissenschaft oder Theoriebildung sehen. Dies ist jedoch nicht der Fall: Die Auswertung macht deutlich, dass die Pädagogik-Studierenden einen dezidierten Blick auf die Praxis haben: Mit großem Abstand sind in diesem Bereich die meisten Nennungen zu finden. Statistik soll in erster Linie der Evaluation, Qualitätssicherung und Optimierung dienen, aber auch der Konzept- und Methodenentwicklung.

Mit Statistik ist jedoch auch ein gesellschaftspolitischer Aspekt verbunden: Die statistischen Analysen zeigen Entwicklungen und Trends auf, helfen Missstände aufzudecken und den Ist-Stand von bildungsrelevanten Situationen darzustellen.

Laut den Studierenden liegt der Nutzen von Statistik darüber hinaus darin, Theorien zu reflektieren und zu überprüfen. Statistik hilft, neue Zusammenhänge zu erkennen und neue Erkenntnisse […] über gesellschaftliche Strukturen etc. zu bekommen“.

Quer liegt die Möglichkeit, durch Bereitstellung, Aufarbeitung und Präsentation von Daten Vergleiche zu ermöglichen und vorliegende Daten überhaupt zu interpretieren: Über einen längeren Zeitraum [erhält man] vergleichbare Daten einer breiten Masse, die einen reliablen Zeitschnitt ermöglichen, wodurch wiss. pädagogische Vergleiche möglich sind.“

Schließlich können statistische Analysen auch dazu beitragen, die Erziehungswissenschaft zu professionalisieren: Statistische Analyse stehen für Wissenschaftlichkeit und Objektivität, dienen der Evidenzbasierung und bilden eine gute Argumentationsgrundlage.

15. Tagung zur Computergestützten Analyse qualitativer Daten

von Tamara Reisdorf, 28.05.2013

Auch dieses Jahr lockte, die von MAGMA veranstaltete, Tagung zur Computergestützten Analyse Qualitativer Daten (CAQD) sowohl nationale als auch internationale Forscher/innen im März nach Marburg. Das vielfältige Workshopangebot in  Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch bot Forscher/inne/n und Student/inn/en die Möglichkeit, ihre praktischen und methodischen Fähigkeiten im Bereich der qualitativen Forschung und den Umgang mit der Software MAXQDA zu erweitern.

Über den Tagungszeitraum von vier Tagen wurden insgesamt 24 Workshops u. a. zum Einstieg in die MAXQDA-Software, zur qualitative Inhaltsanalyse und zur Kategorienbildung, angeboten. Des Weiteren endete der erste Tagungstag mit einer Evening Lecture zum Thema „20 Jahre Computergestützte Analyse qualitativer Daten“ von Professor Nigel Fielding (Universität of Surrey).

Einen wichtigen Bestandteil der CAQD bildeten die Keynotes & User-Forum: Clive Seale (Professor der Soziologie an der Brunel-Universität London), Margrit Schreier (Professorin der empirischen Methoden in den Human- und Sozialwissenschaften an der Jacobs Universität Bremen) und Udo Kuckartz (Professor der empirischen Erziehungswissenschaft an der Universität Marburg) hielten Kurzpräsentationen zu den Themen sekundäre qualitative Datenanalyse, qualitative Inhaltsanalyse und computergestützte  qualitative Inhaltsanalyse mit MAXQDA. Die jeweiligen Foliensätze zu den Präsentationen lassen sich hier herunterladen.

Das anschließende Userforum offerierte die Möglichkeit, sich über Thematiken des Softwaregebrauchs und der qualitativen Forschung auszutauschen. Abschließend hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit das MAXQDA-Team zu den aktuellen Entwicklungen der Software zu befragen, um dabei auch Wünsche für neue Funktionen zu äußern.

Hier ein englischer Beitrag über die Tagung von Christina Silver, die als Workshopleitende und als Teilnehmerin auf der CAQD war.

Zusammengefasst hat die Tagung den zahlreichen Forscherinnen und Forschern sowie mehreren Studierenden die zweckmäßige Verwendung von Softwareprogrammen bei der Analyse qualitativer Daten näher gebracht und viel Raum zum selber Ausprobieren und für den gemeinsamen Austausch geboten.

Rezensionen von Evaluations-Lehrbüchern

von Tamara Reisdorf, 22.05.2013

Mit dem Ziel die Aus- und Weiterbildung zu professionalisieren, hat der Arbeitskreis „Aus- und Weiterbildung in der Evaluation“ der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) ein Projekt über Lehrbuchrezensionen ins Leben gerufen. Es handelt sich hierbei um die Rezension von einschlägiger Fachliteratur nach einer  von dem Arbeitskreis speziell dafür entwickelten Checkliste. Diese umfasst zunächst eine Kurzbeschreibung (bestehend aus bibliographischen Angaben, dem Preis, einer kurzen Zusammenfassung, den Angaben, wofür sich das Buch eignet, Stärken und Schwächen, Besonderheiten, ggf. Hinweis auf weitere Rezensionen, sowie das Erstellungsdatum der Rezension und den Namen des Rezensenten bzw. der Rezensentin). Es folgen vier standardisierte Bereiche von Beurteilungskriterien in Tabellenform, die nähere Angaben zum jeweiligen Thema, der Didaktik, der Textgestaltung und den formalen Kriterien liefern.

Nach diesem Prinzip wurden bereits vier Fachbücher rezensiert. Gleichzeitig bietet der Arbeitskreis die Möglichkeit, selbst eine Rezension durchzuführen oder auch einen Rezensionswunsch abzugeben. Gerade der Nachwuchs in der Evaluation soll hiermit angesprochen werden.

Abschließend kann gesagt werden, dass das Rezensionsprojekt eine gute Quelle für Hochschullehrende und Studierende bietet, um sich einen umfangreichen Überblick über die bestehenden Lehrbücher und deren jeweilige Stärken und Schwächen zu machen.

Datenschutz in der Evaluation – ein wichtiges Thema

von Tamara Reisdorf, 15.05.2013

Das Thema Datenschutz ist in dem heutigen Medienzeitalter in aller Munde. Auch für den Bereich der Evaluation ist die Thematik von großer Bedeutung und passend dazu hielt der Arbeitskreis „Aus- und Weiterbildung in der Evaluation“ der Gesellschaft für Evaluation eine interaktive Frühjahrstagung ab.

Auf der Tagung wurden drei Vorträge gehalten, deren Folien auf dieser Seite nachzulesen sind. Dabei wurden Themengrundlagen wie das Bundesdatenschutzgesetz, Schutzziele und Einwilligungserklärungen behandelt und empfohlene Maßnahmen für Evaluationsunternehmen und Praxisbeispiele näher erläutert. Die Referenten Dr. Roland Habich (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Marc Jelitto (Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK des Bundesamtes für Umwelt in der Schweiz) und Reinhard Zweidler (Institut zur Evaluation von Webauftritten) lieferten aufgrund ihres fundierten Backgrounds einen Rundumblick zum Thema Datenschutz und Datensicherheit. Ferner konnte das interdisziplinäre Publikum Fragen zu dem Thema Datenschutz in der Evaluation stellen und sich über Fallbeispiele und eigene Erfahrungen austauschen.

Zusammenfassend bildete die Tagung einen soliden Grundstein zur Sensibilisierung für den Datenschutz in der Evaluation und bot eine gute Möglichkeit, die bestehenden Fragen und Unsicherheiten aufzugreifen.

Hier noch ein paar konkrete Tipps, die nicht nur für den Kontext der Evaluation hilfreich sind:

  • Mit Boxcryptor lassen sich die Daten in der Dropbox verschlüsseln.
  • Mit Truecrypt verschlüsselt man Daten in sogenannten Containern.
  • Mit Owncloud und einem eigenen PHP-fähigen Server erhält man seine eigene Cloud.
  • Personenbezogene Daten gehören nicht in Mails – zumindest nicht unverschlüsselt.

Der Stand der Forschung über Evaluation: Eine Recherche nach Dissertationen und Habilitationen

von Tamara Reisdorf, 08.05.2013

Bereits Mitte letzten Jahres hat der Nachwuchskreis der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) das Ergebnis einer Recherche nach Dissertationen und Habilitationen vorgelegt, die sich mit dem Thema „Forschung über Evaluation“ beschäftigen. Als Ausgangsbasis der Recherche diente eine Suchanfrage bei der Deutschen Nationalbibliothek. Die Ergebnisse wurden in einer Excel-Datei aufgelistet. Zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich um 34 Dissertationen und 2 Habilitationen. Nun wurde diese Datei aktualisiert und um einige Treffer erweitert.

Unter diesem Link kann der Verweis nachgelesen und die Excel Tabelle abgerufen werden.

Die Übersicht bietet einen ersten Einblick in den Status quo der Forschung über Evaluation im deutschsprachigen Raum; der optimale Einstieg für Qualifizierungsarbeiten, die sich mit Evaluation befassen.